Ruanda AG

Astersteiner Gymnasiasten empfangen Schulpartner

28.7.14     Koblenz-Asterstein. Enge Freundschaften sind zwischenzeitlich entstanden und so war das Wiedersehen von Niko Neuser, Anna Grüterich und Peter Drepper nach der Landung der ruandischen Schulpartner am Frankfurter Flughafen überaus herzlich. Schulleiter George Nyanzima hatte einen Kollegen und vier Schülerinnen und Schüler von der Kagitumba High-School Matimba /Ruanda auf der einwöchigen Reise nach Deutschland begleitet.

Nach der Gründung der Schulpartnerschaft 2011 und dem Besuch in Ruanda 2013, hatten die Astersteiner Schulgemeinschaft, die Ruanda- AG und der neugegründete Freundeskreis ein vielfältiges Begegnungsprogramm auf die Beine gestellt.

Am ersten Tag begleiteten die Ruander ihre Gastschüler in der Schule. Der offene und kritisch angelegte Unterricht war nicht nur den ruandischen Schülern sondern auch den Lehrern neu. Nach der offiziellen Begrüßung durch Schulleiter Rüdiger Klingmann auf dem Schulhof fand unter der humoristischen Leitung von Niko Straßburg eine Begrüßungsfeier im Gymnasium statt. Solopianistin Abigail Merker und das Schulorchester unter der Leitung von Lehrer Kai Schüler sorgten für einen festlichen musikalischen Rahmen. Anschließend ging es zur Stadtführung und einer Fahrt mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein. Beeindruckt  zeigten sich die afrikanischen Gäste von den zahlreichen technischen Raffinessen und der Schönheit des Rheintals. Schüler Jan- Niklas Weller konnte den Gästen kurzweilig und gekonnt auch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten bei seiner Führung näherbringen.

Abends stand dann in Boppard der Besuch der Orgelbornkirmes  auf dem Programm, die nun seit 600 Jahren immer gleich mit Blumengewehren, Fahnen, einem historischem Zeremoniell und viel Blasmusik gefeiert wird. Anschließend sah ein Teil der Gruppe beim gemeinschaftlichen Fußballschauen den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen das letzte verbleibende afrikanische WM- Team aus Algerien.

Dienstags ging es unter fachkundiger Leitung von Frau Grüterich mit dem Zug nach Trier. Neben der Bahnfahrt, denn Züge gibt es in Ruanda nicht, waren die Teilnehmer von der ältesten deutschen Stadt und den Hinterlassenschaften der Römer beeindruckt. Am darauffolgenden Tag fand ein gemeinsames Kunstprojekt, betreut von Herr Hörstensmeyer, zum Thema „Heimat“ statt. Hierbei tauschten sich deutsche und ruandische Schüler über ihre Heimat aus und stellten diese künstlerisch dar. Im Anschluss bekamen die Ruander auf Rhein und Mosel einen Einblick in die Arbeit der Wasserschutzpolizei.

Der Besuch des Energie- und Windparks Morbach im Hunsrück brachte unter der Leitung von Frau Dr. Wettlaufer-Zimmer interessante Einblicke in die Technik der erneuerbaren Energien. Am Nachmittag war die Gruppe dann in Nachtsheim zu gemeinsamer Wanderung, Gottesdienst und anschließender Grillfeier bei Familie Gerharz eingeladen.

Das Jugendfeuerwehr – und Katastrophentrainingszentrum Asterstein stand freitags in einer hochspannenden Führung und Demonstration im Fokus des Interesses. Nachmittags pflanzten die beiden Schulleiter Herr OStD Klingmann und Herr Nyanzima einen Partnerschaftsbaum im Schulgarten des Gymnasiums auf dem Asterstein. Verbunden wurde die Pflanzung des Kirchbaumes mit den Wünschen einer fruchtbaren und gedeihenden Partnerschaft. Auch die 20 köpfige Delegation aus Koblenz hatte im vergangenen Herbst Partnerschaftsbäume im Schulgelände in Ruanda gepflanzt.

Eine gemeinsame Abschlussdiskussion der Beteiligten mit Herrn Nieden, als Vertreter des Ministeriums des Innern und Geschäftsführer des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz - Ruanda, brachte zentrale Anliegen beider Partner und eine fundierte Kooperation beider Schulen zur Sprache. So ist die Anschaffung einer Internetanlage zur Verbesserung der Kommunikation in Ruanda vorgesehen. Auf deutscher Seite wird derzeit bereits an einem erneuten Ruandabesuch im Jahr 2015 gearbeitet.

Der letzte Tag startete, auf Wunsch der Ruander, im Neuwieder Zoo. So herzlich wie der Empfang, so herzlich war samstags der emotionale Abschied von den Gastfamilien, die sich in dieser einen kurzen aber sehr intensiven Woche viel näher gekommen sind.

Ein herzliches Dankeschön sagen die Organisatoren den Gastfamilien, dem Schulelternbeirat und dem Freundeskreis, den Koblenzer Restaurants Wartesälchen und Goldenen Ente für die Einladung, der Wasserschutzpolizei und dem Feuerwehrausbildungszentrum Koblenz, Ehepaar Marie und Josef Gerharz, Herrn Michael Nieden und dem Innenministerium Rheinland-Pfalz sowie der gesamten Schulgemeinschaft für die hervorragende Unterstützung.

Niko Neuser

Reisebericht der SchülerInnen erfährt große Resonanz – 2014 soll Gegenbesuch erfolgen

Soviel Zuspruch hatten die Organisatoren der Astersteiner Ruandareise selbst nicht erwartet, als sie Schüler, Eltern, Kollegen und Interessierte zu ihrem Erlebnisbericht  ins Gymnasium auf dem Asterstein einluden. Mit ca. 200 Besuchern war der Vorführraum bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach den Begrüßungsworten des stv. Schulleiters Wolfram Krauß und der Reiseleiter Niko Neuser und Niko Straßburg stellten die mitgereisten Schülerinnen und Schüler anhand zahlreicher Bilder und Videos die Erlebnisse der ersten Ruandareise des Gymnasiums lebhaft und kurzweilig vor. Unter den Augen von Mona Harbich, als Vertreterin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, und Ursula Ohly, die an einer ruandischen Armenschule in Kirenge tätig ist, erläuterten Sabrina Weiss, Celina Quirmbach und Katharina Mallmann die Eindrücke aus der strukturschwachen Region um Kirenge. „Insbesondere die Fröhlichkeit und Zufriedenheit der Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren, die unter oft widrigsten Bedingungen leben und etwa auf fließendes Wasser oder Strom verzichten müssen“, hatte es den Schülerinnen angetan.

Die Ereignisse der Rundreise schilderten im Anschluss  Anne Johann, Barbara Dourado Houben und Leon Huffer. In ihrem informativen und humorvollen Vortrag beschrieben die drei dabei u.a. die Vulkanbesteigung der Gruppe, die mehrstündige Bootstour auf dem Kivu-See entlang der kongolesischen Grenze, das Zelten inmitten wilder Tiere im Akagera Safari Park und natürlich den Besuch der dynamischen Hauptstadt Kigali.

Nach einer kurzen Atempause ehrte die Ruanda AG die besonders engagierten Läuferinnen und Läufer des diesjährigen Sponsorenlaufes Run for Ruanda, bei dem ca. 8000€ erlaufen wurden. So freuten sich zum Beispiel Mika Stein aus der 5c, der allein fast €300,- an Spendengeldern einsammelte, oder Alexander Johann aus der 8b, der beim Lauf einen knackigen Halbmarathon absolvierte, über original-ruandische Bananenbälle. Die einsatzfreudigsten Klassen (5a, 6b und 6c) erhielten Anerkennung in Form von Beifall und kleinen Finanzspritzen für die Klassenkassen.

 Den Höhepunkt des Abends bildete dann der Bericht über den ersten Besuch einer Astersteiner Delegation an der neuen Partnerschule, der Kagitumba High School an der ugandischen Grenze. Diese Schule mit ca. 750 Schülerinnen und Schülern gehört zu einer von siebzig Eliteschulen im Land und ist mit einer modernen Aula, einem Computerraum und einem neuerrichteten Wissenschaftsraum sowie einer Bibliothek sehr gut ausgestattet. Fließendes Wasser, regelmäßigen Strom und Internetzugang sowie funktionierende Toiletten findet man allerdings nicht. Janina Krause, Melanie Ziegler und Nora Schnatz zeichneten ein lebendiges Bild von den Verhältnissen an der Schule und vom Zusammentreffen zwischen Astersteinern und Ruandern. Sie erläuterten u.a. die Gesprächsthemen mit den Partnerschülern: „Unsere weiße Haut und die langen Haare, die deutsche Vergangenheit und Zukunft, aber auch viele Fragen, die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 beschäftigen…“. Die Reiseteilnehmer mussten viele Fragen beantworten und gegenseitige Vorurteile abbauen. Die Astersteiner tauschten neben Präsenten auch Unterrichtserfahrungen aus und pflanzten gemeinsam mit der Schulgemeinschaft in Kagitumba Partnerschaftsbäume.

Am Ende des Präsentationsabends konnte noch die freudige Botschaft verkündet werden, dass die ruandischen Schüler bereits im kommenden Jahr 2014 durch Förderung des Innenministeriums Rheinland-Pfalz die Gelegenheit erhalten, Deutschland und das Gymnasium auf dem Asterstein zu besuchen. Ein herzliches Dankeschön sagen die Veranstalter der Reise, dem Innenministerium und dem Freundschaftsbüro in Kigali, der Sparkassenstiftung Koblenz, dem Förderverein der Schule, der Zukunfts-AG unter der Leitung von Herrn Rink und Dr. Balk, dem Abiturjahrgang 1988 und der ADD-Koblenz für die finanzielle Unterstützung.

Beitrittformular zum Freundeskreis Kagitumba-Asterstein

Astersteiner besuchen Partnerschule in Ruanda

Das Gymnasium auf dem Asterstein Koblenz unterhält seit 2012 eine Partnerschaft mit der Kagitumba High School im ruandischen Distrikt Matimba. Jetzt haben zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Schulbedienstete die ruandischen Partner besucht.

Unter der Leitung der Lehrer Anna Grüterich, Niko Neuser und Niko Straßburg fuhren 20 Koblenzer in die Provinz Matimba, direkt an der ugandischen Grenze gelegen und tauschten mit den ruandischen Partnern  vielfältige Erfahrungen aus. Neben dem Besuch von Unterricht, der Präsentation eigener Unterrichtsüberlegungen sowie dem Austausch persönlicher Präsente stand das gegenseitige Vorstellen der eigenen Kultur im Vordergrund. Dabei konnten bestehende Vorurteile ab- und neue Freundschaften aufgebaut werden. Die Kagitumba High School ist nicht etwa eine bedürftige Armenschule wie es einige Teilnehmer erwartet hatten. Die Schule ist mit einer modernen Aula und PC Räumen gut ausgestattet. Obwohl die Schule nur mühsam über eine Schotterpiste erreicht werden kann, funktionieren Handy- und Internetverbindungen einwandfrei.

Auf Initiative des Freiwilligen und ehemaligen Astersteiner Abiturienten Matthias Huffer sowie der Lehrer Niko Neuser und Niko Straßburg wurde mit der Kagitumba High School eine von insgesamt siebzig Eliteschulen Ruandas ausgewählt um eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu begründen. Dank der professionellen organisatorischen und finanziellen Unterstützung des rheinland-pfälzischen Koordinationsbüros im Innenministerium sowie der ADD Trier, der Sparkasse Koblenz und des Fördervereins des Gymnasiums auf dem Asterstein konnte die Fahrt realisiert und die Schulpartnerschaft auf eine breite Basis gestellt werden.

Die Hilfe für Ruanda hat am Gymnasium Asterstein schon eine lange Tradition. Mit dem jährlich stattfindenden Sponsorenlauf  „Run for Ruanda“ konnten in den vergangenen sieben Jahren mehr als 70.000€ erlaufen werden die in unterschiedlichste Projekte  in Ostafrika und Ruanda investiert wurden.

Viele dieser Mittel stehen nun für eine Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft, etwa auch für den Bau von Toilettenanlagen oder moderner Schlafsäle, zur Verfügung. Langfristiges Ziel ist der Aufbau fester Strukturen der Partnerschaft an beiden Schulen sowie die Etablierung  von gegenseitigen Besuchen.

Die Astersteiner Delegation überbrachte der Schulleitung der Kagitumba High School aber auch den Vertretern der örtlichen und regionalen staatlichen und kirchlichen Behörden die besten Wünsche der Schulgemeinschaft aus Koblenz. Als besonderes Zeichen wurden drei Bäume an zentraler Stelle der Partnerschule gepflanzt. Sie sollen das Wachstum dieser Graswurzelpartnerschaft auch symbolisch untermauern. Ein Höhepunkt war ein gemeinsames Fußballspiel gemischter Mannschaften aus Lehrern und Schüler beider Länder. Für alle Teilnehmer waren aber vor allem die Gastfreundschaft der Ruander und die Freude beim gemeinsamen Tanz beeindruckend.

Die Schulpartnerschaft darf jedoch nicht als eine einseitige Abhängigkeit im Sinne überholter Entwicklungshilfe verstanden werden. Sie stützt sich vielmehr auf den Austausch von Erfahrungen und in der schulischen und außerschulischen Zusammenarbeit. Dieser Wunsch der ruandischen Partner stieß bei den Delegationsteilnehmern auf offene Ohren.

Informationen erhalten Interessierte bei der Ruanda AG des Gymnasiums auf dem Asterstein sowie im Internet unter www.gymnasium-asterstein.de.

RZ-Zeitungsbericht – Erfahrungsbericht

Erwartungsvolle Stille. Es ist halb acht in der Kagitumba High School. 1. Stunde Chemie. 30 Augenpaare blicken uns hochinteressiert an. Was sollen wir ihnen erzählen? Alle Teilnehmer der 20-köpfigen Gruppe, bestehend aus Schülern und Lehrern des Gymnasiums auf dem Asterstein, begleiteten ihre ruandischen Schulpartner für einen Tag in den afrikanischen Schulalltag. Dabei stellte sich jeder diese Frage.

Seit 1982 ist das Land Rheinland-Pfalz mit dem ostafrikanischen Land Ruanda partnerschaftlich verbunden. Seitdem entwickelten sich zunehmend vielseitige Partnerschaften, unter anderem auch Schulpartnerschaften, zwischen beiden Ländern. 2012 entschied sich auch das Gymnasium auf dem Asterstein in Koblenz eine Schulpartnerschaft in Ruanda aufzubauen.

So begann am 28. September der offizielle Besuch des Gymnasiums in Ruanda.  Im Vordergrund des Besuchs stand die Schulpartnerschaft mit der Kagitumba High School im Nordosten des Landes an der Grenze zu Uganda. Dabei nutzte die 20-köpfige Gruppe aus Schülern und Lehrern die Gelegenheit, persönliche Kontakte in der Partnerschule zu schließen sowie Einblicke in den Alltag der Schüler und Lehrer zu erlangen. Als Zeichen der Partnerschaft wurden auf dem Gelände der Kagitumba Highschool offiziell Bäume gepflanzt und Urkunden ausgetauscht. 

Neben dem Besuch der Partnerschule stand auch eine intensive Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen und bevölkerungsgeographischen Inhalten des Landes auf dem Programm. So wurde unter anderem das touristische Potential analysiert und die Umsetzung bewertet.

Die Erfahrungen, die auf der Reise gemacht wurden, waren sehr tiefgreifend und besonders. So sprach beispielsweise unser Besuch in einer Armenschule uns sehr emotional an. Die meisten konnten sich vorher nicht ausmalen, dass ein Schulbetrieb auch unter so einfachen Bedingungen funktionieren kann. Die Lehmgrube – für die Bausteine aus denen die Schule  gebaut war – befand sich direkt neben den Klassenräumen. Mit Kuhfladen und Holz wurde der Herd in der Schulküche betrieben. Jedoch wirklich am beeindrucktesten war für uns die unglaubliche Herzlichkeit mit der wir empfangen wurden. Insgesamt freuen wir uns darüber, dass wir durch einen guten Umgang mit unseren afrikanischen Schulpartnern und allen Ruandern, die wir getroffen haben, unseren eigenen Teil zur Völkerverständigung zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda beitragen konnten.  

Nach der 13-tägigen Reise kehrten wir mit einer veränderten und höheren Wertschätzung des eigenen Wohlstandes nach Deutschland zurück. Zugleich wurde mit Respekt die dynamische wirtschaftliche Entwicklung  Ruandas bewundert. Allerdings wurde dies auch gleichermaßen mit Sorge betrachtet, da ein so enormes Wirtschaftswachstum auch die Gefahr dazu birgt, die Bildung von langfristigen und nötigen Strukturreformen zu übergehen.

Alle Beteiligten haben den Besuch der High School und die Reise durch Ruanda als vollen Erfolg wahrgenommen. Daher werden sich die Teilnehmer  bemühen, das Fortbestehen einer Ruanda AG auf dem Gymnasium zu ermöglichen. Die Ruanda AG diente unter anderem den Beteiligten dazu mehr über Entwicklungsländer und Entwicklungszusammenarbeit zu erfahren. Auch diente sie der Gruppe als Plattform in der man sich gemeinsam adäquat auf die Reise vorbereitete. 

Jetzt liegt es daran zusätzliche Lehrer auf dem Asterstein zur Unterstützung der AG zu gewinnen. Denn davon würde abhängen, ob es möglich wird, weitere Ruandareisen zu planen.  Außerdem soll durch Schülerpartnerschaften oder Projekte das Interesse bei jüngeren Schülern für Ruanda geweckt werden.

Letztendlich wünschen wir uns alle, die diese beeindruckende Reise miterlebt haben, dass sich zukünftig weiter Schüler und Lehrer für die Partnerschaft engagieren und so das Rückgrat für eine tiefere rheinland-pfälzische und ruandische Partnerschaft bilden. 

Nähere Informationen zum Ruanda – Engagement  und Eindrücke der Reise erhalten Interessierte am  05.11.2013 um 18 Uhr 30 in einer öffentlichen bildhaften Präsentationsveranstaltung am Gymnasium auf dem Asterstein.  

Ein gesonderte Einladung sowie ein ausführlicher Bericht hierzu folgen.

Emanuel Spahrkäs

Bald ist es soweit: vom 28. September bis zum 11. Oktober fährt eine 20köpfige Delegation des GadA nach Ruanda

um unsere Partnerschule, die Kagitumba Highschool zu besuchen. Seit einem halben Jahr haben wir (SchülerInnen und LehrerInnen) uns gemeinsam intensiv auf diese Reise vorbereitet. Die SchülerInnen haben sich über die Geografie und Botanik, die jetzige politische Situation und über die Geschichte des Landes informiert und ihre Ergebnisse in Form von multimedialen Präsentationen mit den anderen in der Ruanda-AG geteilt. Rezepte aus der ruandischen Küche wurden ausprobiert und Allen, eine Ruanderin, welche als Freiwillige in einem Kindergarten in Weitersburg arbeitet, vermittelte Interessierten erste Sprachkenntnisse in Kinyarwanda.

Am ersten Septemberwochenende hat der ehemalige Astersteiner Matthias Huffer unsere Reisegruppe mit einem Anti-Rassismus-Workshop für die interkulturellen Begegnungen sensibilisiert. Wer außerdem die gemeinsame Paddeltour auf der Lahn überstanden und nach dem Grillen (noch mal vielen Dank an Familie Gerharz/Mallmann!) die heißen entwicklungspolitischen Diskussionen verdaut hatte, wurde für reisetauglich erklärt. Mit einem eigens für unsere Partnerschaft entworfenen Logo und frisch bedruckten T-Shirts (hier ein herzliches „Dankeschön“ an Hr. Hörstensmeyer und seine Künstler) kann’s nun losgehen. Wir sind neugierig und freuen uns auf zwei ereignisreiche Wochen in Ruanda!

Ruanda-AG im Trödelfieber - Erlös von 240€

Ein gefüllter Anhänger mit Sachspenden der Schulgemeinschaft sowie fünf motivierte Trödlerinnen und ein Trödler haben sich am Samstag in der Früh auf den Weg zum Trödelmarkt am Kinopolis aufgemacht. Wir konnten viele Dinge verkaufen und einen Erlös von 240€ erwirtschaften. Wir bedanken uns hiermit nochmals für die zahlreichen Spenden! Ebenso gilt ein Dank an Frau und Herr Geharz, die uns tatkräftig unterstützt haben!

A. Grüterich

Tuzasubira! Auf Wiedersehen!

Ruanda Partnerschaft startet mit Sponsorenlauf – Innenminister Lewentz erwartet

Koblenz. Das Gymnasium auf dem Asterstein hat im Jahr 2012 die offizielle Aufnahme einer Schulpartnerschaft mit der Kagitumba High School / Matimba im Nordosten Ruandas beschlossen. Im gegenseitigen Austausch sollen deutsche und ruandische Schüler Erfahrungen und Ansichten teilen und zum gemeinsamen Nutzen neue Erkenntnisse gewinnen. Der Startschuss zu dieser Partnerschaft fällt am Freitag, 21.09.2012, um 14 Uhr am Gymnasium auf dem Asterstein. Dann werden sich ca. 600 Schülerinnen und Schüler in Bewegung setzen, um durch das Erlaufen von Rundengeldern die Partnerschaft und konkrete Projekte an der Partnerschule zu unterstützen. Bei den vergangenen Sponsorenläufen kamen jeweils rund 10.000€ zusammen.

Im diesjährigen Rahmenprogramm tritt eine ruandische Trommlergruppe der TU Kaiserslautern auf. Ferner sind Ausstellungen und Informationsstände befreundeter Träger, wie der Friedenskinder e.V. und dem Haus Wasserburg, geplant. Für das leibliche Wohl wird durch die Schülervertretung bestens gesorgt. Die Sportjugend Rheinland-Pfalz stellt das Sportmobil sowie eine Hüpfburg für die jüngeren Besucher zur Verfügung.

Gegen 17 Uhr wird der rheinland-pfälzische Minister des Innern-, für Sport und Infrastruktur, Roger Lewentz, verdiente Läuferinnen und Läufer ehren und durch das Überreichen des Zertifikates an die Ruanda-AG die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium auf dem Asterstein Koblenz und der Kagitumba High School offiziell begründen. Die Schulgemeinschaft sowie alle interessierten Ruanda-Freunde sind herzlich eingeladen.

Scheck über 3.000 Euro offiziell übergeben

Astersteiner unterstützen ein Orthopädiezentrum für behinderte Kinder in Ruanda

SchülerInnen (vor allem der Klasse 5a), die beim letzten Schulfest besonders ausdauernd „Runden für Ruanda“ gelaufen waren, haben am Mittwochabend, 20. Februar, dem Koblenzer Verein „Friedenskinder e.V.“ einen Scheck über 3.000 Euro übergeben.

Die Vereinsmitglieder Bernd und David Wangelin berichteten von der Verwendung der Spende in einem Orthopädie-Zentrum für behinderte Kinder in der Nähe von Kigali. Außerdem erzählten Petra und Paul Sauer von ihrem Einsatz für ein Schulprojekt in Nakuru / Kenia. Nach der Errichtung einer Vorschule für 3-6jährige ist nun eine Grundschule in Planung.

Unter dem Motto „Igihugu cy’lmisozi lgihumbi“ – „Land der 1000 Hügel“ zeigte anschließend Matthias Huffer, Abiturjahrgang 2011, Fotos aus Matimba, wo er ganz in der Nähe unserer neuen Partnerschule in Ruanda ein Freiwilliges Soziales Jahr verbracht hat. Noch immer begeistert über die vielen herzlichen Begegnungen mit den Menschen dort, versuchte er, die in vielen Bereichen ganz andere ruandische Mentalität zu vermitteln. Dabei war es ihm wichtig, das dortige Leben angesichts herrschender Armut nicht zu verklären, aber Ruanda auch nicht auf materielle Mittellosigkeit zu reduzieren.

Unter den zahlreichen ZuhörerInnen des Abends waren auch viele SchülerInnen, die sich zur Zeit auf eine Reise nach Ruanda zu unserer Partnerschule vorbereiten.

Sachspenden für Ruanda

Muraho, liebe Astersteiner! Die Ruanda AG bittet um eure / Ihre Unterstützung!

Wir hoffen darauf, dass wir in den nächsten Wochen aus den Familien der Astersteiner Schul-gemeinschaft (SchülerInnen, LehrerInnen, Ehemalige) möglichst viele Sachspenden erhalten. Diese Gegenstände wollen wir dann auf Flohmärkten und Basaren in der Region verkaufen. Mit dem erlösten Gewinn möchten wir Projekte an unserer Partnerschule in Ruanda (Kagitumba High School) fördern sowie jene dreizehn Astersteiner SchülerInnen finanziell unterstützen, die im Oktober 2013 zur ersten direkten Kontaktaufnahme nach Ruanda reisen.

Was wird gebraucht? Wir sammeln alles, was sich auf Flohmärkten verkaufen lässt:       Bücher, Comics, CDs, DVDs, Spielzeug, Gesellschaftsspiele, vollständige Puzzles, funktions-fähige Haushaltsgeräte und andere Haushaltswaren, gut erhaltene Kleidung, ausgemusterte Schultaschen und Koffer, etc. Wir vertrauen dem Urteilsvermögen der Spender und bitten darum, die Aktion nicht zur Sperrmüllentsorgung zu missbrauchen!

Zum Ablauf: Wir werden eure/Ihre Sachspenden in den nächsten vier Wochen (23.4. bis 16.5.) jeden Dienstag und Donnerstag vor und nach der Schule (7.45 bis 8.30 u. 13.15 bis 13.45 Uhr) im überdachten Bereich vor dem Schuleingang an einem gekennzeichneten "Ruandatisch" entgegen nehmen. Bitte verpacken sie Ihre Spenden so in Kartons, Kisten und Taschen, dass sie transportierbar sind. Größere Spendenposten holen wir nach Absprache auch gern bei Ihnen zuhause ab (Kontakt: Frau Grüterich, Herr Neuser, Herr Straßburg; über das Sekretariat oder Email: nikmac@web.de).

Vielen Dank im voraus für eure / Ihre Hilfe!     

Die Ruanda AG

Übrigens: Die Ruanda AG trifft sich immer mittwochs in der Mittagspause im Computerraum im Erdgeschoss und freut sich auf alle interessierten Schülerinnen und Schüler!

Gutes Geschäft für Ruanda

Koblenz. Mit einem eigenen Verkaufsstand beim großen Flohmarkt am Peter Altmeier Ufer  sammelten die Schülerinnen und Schüler der Ruanda- AG des Gymnasiums auf dem Asterstein weiter Gelder für ihre Partnerschule in Ruanda. Um Projekte vor Ort, aber auch Teile der Reise nach Ruanda zu finanzieren, hatte die Ruanda – AG die Schulgemeinschaft um Sachspenden gebeten.

Diesem Aufruf sind zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer gefolgt, so dass man in die angenehme Situation kam,  die schönsten Dinge auszuwählen. Von einem neuen Teleskop über ein Kinderfahrrad bis hin zu einer umfangreichen DVD, Video und CD Auswahl, verschiedenen Kleidungsstücken und Porzellan war  nahezu für jeden Geschmack etwas in der Auslage des Gada zu finden. So war es auch nicht verwunderlich, dass über 400€ an Reinerlös aus diesem Tag erwirtschaftet werden konnte.

Die Ruanda- AG bedankt sich bei allen Spendern und Helfern, insbesondere bei Familie Bröhl und hofft auf viele weitere Spenden.  Ziel wird es sein, das Budget von 10.000 € zu erreichen. Dieser Betrag wird durch das Innenministerium dann nochmals deutlich aufgestockt, so dass eine sinnvolle Investition in der ländlichen Region unserer Partnerschule erfolgen kann.

Ruandafahrer berichten von ihrer Reise

Mittwoch, 18.11.2015, 18.30 Uhr

im Gymnaisum auf dem Asterstein. Mithilfe von umfangreichen Bild- und Filmdokumenten berichten die Ruandafahrer 2015 von ihren Erlebnissen während des Besuchs der Partnerschule und des Partnerlandes.
Interessierte sind herzlich eingeladen.

Schüler besuchen Afrika

Astersteiner in Ruanda

Bereits zum zweiten Mal besuchten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein ihre ruandischen Partnerschüler in Matimba an der Grenze zu Uganda.

Gemeinsam mit ihren Lehrern Anna Grüterich, Niko Neuser und Niko Straßburg sammelten die Astersteiner vielfältige Eindrücke und gewannen neue Sichtweisen.

"Die Gastfreundschaft der Bevölkerung ist schon beeindruckend", beschreiben die Schüler die ersten Begegnungen. Während eines unerwartet heftigen Regengusses bekamen die Besucher eine spontane Herberge in einer einfachen ruandischen Hütte, die von einer großen Familie bewohnt wurde. Die Schüler sind auch zwei Wochen nach ihrer Rückkehr ganz erfüllt von den Erlebnissen. "Man lernt total normale Dinge wie fließendes Wasser oder Elektrizität ganz anders wertzuschätzen", sagt die 17 jährige Pia Laabs nachdenklich. "Mich erstaunt, wie viele Menschen von der Subsistenzwirtschaft leben müssen, beschreibt Schüler Till Steinert die ersten Empfindungen. „Hier wird jeder in der Familie gebraucht“. Uta Wettlaufer-Zimmer ergänzt: „Die Mangelernährung vieler Kinder hat mich mitgenommen. Die aufgeblähten Bäuche, welche auf Mangelernährung hindeuten sowie die Wachstumsstörungen, Jugendliche sehen aus wie Kinder, sind mir stark aufgefallen. Hier muss was geschehen."

Vieles hatten die Koblenzer bereits im Vorfeld ihrer Ruanda Reise kennengelernt. In zahlreichen Vorbereitungstreffen gab es Einblicke in Ruandas Historie, Geographie, Kultur, Politik und Gesellschaft. Die schuleigene Ruanda-AG hatte zudem bereits vielfältige Kontakte nach Ruanda geknüpft. Vor allem über die sozialen Medien gab es einen regen Informationsaustausch so dass das Wiedersehen in Ruanda ein Treffen von Freunden darstellte. Die ehemalige Schülerin Nora Schnatz, vor zwei Jahren noch als Teilnehmerin der ersten Delegation in Ruanda, berichtete von ihren Erfahrungen während ihres einjährigen Aufenthaltes an der Armenschule in Kirenge.

Gemeinsam mit den Lehrern bereitete sie die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein auf die Reise vor. Bei ihrer ersten Begegnung an der Kagitumba High-School fielen sich ruandische und deutsche Schüler in die Arme, fast so, als würden sie sich seit Jahren kennen und als gäbe es die großen Unterschiede zwischen Ruanda und Deutschland nicht.

Von Ruanda können die Deutschen aber auch vieles Lernen, wie Lehrer und Mitinitiator Niko Neuser berichtet. Etwa die hervorragende Versorgung mit schnellem Internet im ganzen Land oder das strenge Verbot von Plastiktüten zum Umweltschutz hält Neuser für besonders nachahmenswert. Frau Dr. Uta Wettlaufer-Zimmer, die als Elternvertreterin und Vorsitzende des schuleigenen Ruandafreundeskreises an der Reise teilnahm, organisierte einen Solarkocher, den die Reisegruppe gemeinsam mit den Ruandern aufbaute und direkt einer Nutzung zuführen konnte. Ein Bewusstsein für erneuerbare und nachhaltige Energiegewinnung entwickelt sich auch in Ruanda ähnlich wie in Deutschland immer stärker.

Neben den Schulen waren auch ein Marktbesuch und der Besuch einer Gesundheitsstation Schwerpunkte der persönlichen Begegnung. Besonders intensiv erlebten die Koblenzer die Aufarbeitung des Genozids in der zentralen Gedenkstätte in Kigali, aber besonders im Rahmen eines sozialen Projekts für Straßenkinder. Beim gemeinsamen Fußballspielen sollen die Unterschiede und Vorurteile, die 1994 zum gewaltsamen Ausbruch des Bürgerkrieges geführt hatten, überwunden werden. Der ruandische Initiatiator des Projektes fungierte gleichzeitig als Reiseleiter der Gruppe und berichtete den aufmerksamen Schülern über seine persönlichen schrecklichen Erfahrungen vor, während und nach dem Genozid, den er als 15-jähriger Junge erleben musste.

Auf dem weiteren Programm standen der Besuch eines Agrarbetriebes sowie Fahrten zum Kivu-See, in die Vulkanregion mit Besteigung des 3700m hohen Visoke sowie das Zelten und eine Safari inmitten von wilden Tieren im Akagera Nationalpark. Die Reiseteilnehmer konnten vielfältige Kontakte knüpfen und sind mit zahlreichen Emailadressen im Gepäck zurückgekehrt. So wollen die Schülerinnen und Schüler weiter in Kontakt und Austausch ihrer Erfahrungen bleiben. Die ruandischen Schüler träumen davon, eines Tages in Europa und besonders in Deutschland studieren oder arbeiten zu können.

„Man hatte Vorstellungen von Ruanda, aber ich bin sowohl positiv als auch negativ überrascht. Der Standard, besonders in Kigali, ist gut. Jedoch ist die Kluft zwischen Arm und Reich stark zu erkennen. Die Gegensätze sind wirklich groß. Ich bin froh mitgefahren zu sein um ein richtiges Bild zu bekommen", so das gleichlautende Fazit der Teilnehmer. Ruanda wird sich rasant weiter entwickeln. Das Gymnasium auf dem Asterstein will als interessierter Partner gemeinsam mit den ruandischen Freunden diese Entwicklung begleiten und für die Schülerinnen und Schüler dauerhaft erlebbar machen.

N. Neuser