Religion

Die Fachschaft Religion stellt sich vor

Evangelisch und katholisch, getrennt im Unterricht, aber gemeinsam als Fachschaft: So lässt sich die Arbeit der Fachschaft Religion an unserer Schule kurz beschreiben. Immer wieder gibt es Gelegenheiten, bei denen wir als Fachschaft und als Schulgemeinschaft zusammenkommen.
Am Ende des Jahres laden wir alle Interessierten einmal wöchentlich vor Unterrichtsbeginn zu Adventsimpulsen ein. Mit kurzen Gedanken, Musik, Texten oder Momenten der Stille schaffen wir einen bewussten gemeinsamen Start in den Schultag.
Darüber hinaus gestalten wir gemeinsam den Begrüßungsgottesdienst für unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie – in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 13 – den Abiturgottesdienst.
Zwischen den beiden Fachbereichen findet ein regelmäßiger Austausch und eine enge Zusammenarbeit statt, der das gemeinsame Miteinander stärkt.

Evangelische Religion

Im evangelischen Religionsunterricht geht es um die großen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Was trägt mich? Wie kann ich an Gott glauben? Wer ist Jesus für mich? Und was bedeutet es eigentlich, heute Christin oder Christ zu sein?
Dabei beschäftigen wir uns mit biblischen Geschichten und christlichen Traditionen, aber genauso mit Fragen, die unsere Schülerinnen und Schüler ganz unmittelbar betreffen: Freundschaft und Familie, Gerechtigkeit und Verantwortung, Zweifel und Vertrauen, Leben und Tod, Religion und Gesellschaft. Auch andere Religionen und Weltanschauungen gehören dazu.
Uns ist wichtig, dass im Religionsunterricht Fragen erlaubt sind, insbesondere auch schwierige, persönliche oder kritische. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht einfach fertige Antworten übernehmen, sondern sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinandersetzen und ihre eigene Haltung entwickeln können.
So ist der Religionsunterricht für uns ein Ort, an dem Wissen und persönliche Fragen zusammenkommen und an dem wir gemeinsam über das nachdenken, was Menschen bewegt.

 

Katholische Religion

Religion entdecken, Fragen stellen, Orientierung finden

Der katholische Religionsunterricht eröffnet Raum für große Fragen des Lebens: Was gibt meinem Leben Sinn? Was ist mir wichtig? Worauf kann ich vertrauen? Wie möchte ich mit anderen Menschen und mit der Welt umgehen?
Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung religiösen Wissens. Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, Fragen zu stellen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und sich kritisch mit religiösen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.
Unser Religionsunterricht ist offen für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Erfahrungen und Einstellungen zu Religion und Kirche. Auch wer dem Christentum kritisch gegenübersteht oder selbst keinen religiösen Hintergrund mitbringt, soll sich mit seinen Fragen und Gedanken einbringen können.

Was uns wichtig ist

Wir verknüpfen die Inhalte des Religionsunterrichts mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Dabei begegnen uns biblische Texte, religiöse Symbole und Geschichten nicht als überholte Relikte, sondern als Ausdruck menschlicher Erfahrungen und als Anregung, über grundlegende Fragen des Lebens nachzudenken.
Die Sprache religiöser Traditionen erschließt sich nicht immer unmittelbar. Metaphern, Symbole, Mythen, Sagen und Legenden wollen verstanden und gedeutet werden. Deshalb ist es uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler über alle Jahrgangsstufen hinweg dabei zu unterstützen, ein Verständnis für religiöse Sprache zu entwickeln.

Zu den wichtigen Themenfeldern des Religionsunterrichts zählen u.a.:

  • Gott und die Frage nach dem Sinn - Fragen, Zweifel, Glaube und Hoffnung
  • Die Botschaft Jesu
  • Bibel und christliche Tradition
  • Leben mit anderen Religionen – Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Dialog
  • Gefährdungen des Lebens – Tod, Einsamkeit, Trennungen
  • Verantwortung für Mensch und Umwelt
  • Ethische Fragen aus Medizin, Gesellschaft und Gegenwart

Auch außerschulische Lernorte spielen eine wichtige Rolle. Exkursionen und persönliche Begegnungen machen religiöse und ethische Themen unmittelbar erfahrbar und ermöglichen den Austausch mit Menschen und Einrichtungen vor Ort. So besuchen wir beispielsweise eine Moschee oder das Koblenzer Hospiz. Dort setzen wir uns mit Fragen des interreligiösen Dialogs, des Sterbens, der Begleitung und des Umgangs mit dem Leben auseinander.