Elmar Theveßen begeistert die Oberstufe am Gymnasium auf dem Asterstein


Ein besonderer Gast, ein voll besetzter Saal und zahlreiche Fragen: Das Gymnasium auf dem Asterstein durfte am Donnerstag, 1. Oktober, Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington, begrüßen. Die komplette Oberstufe war zusammengekommen, um aus erster Hand Einblicke in die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und deren Bedeutung für Deutschland und Europa zu erhalten.
Schulleiter Bastian Staudt eröffnete die Veranstaltung und hieß den renommierten Journalisten im Namen der Schulgemeinschaft herzlich willkommen. Initiiert und organisiert worden war der Besuch von Niko Neuser für die Fachschaft Sozialkunde, der auch die Moderation des Vormittags übernahm.

Mit Elmar Theveßen war ein Journalist zu Gast, der internationale Politik seit Jahrzehnten aus nächster Nähe beobachtet. Seit 2019 leitet er das ZDF-Studio in Washington, zuvor war er unter anderem zwölf Jahre stellvertretender Chefredakteur des ZDF. Bekannt ist Theveßen zudem für seine langjährige Beschäftigung mit Terrorismus, Extremismus und internationaler Sicherheitspolitik. 2023 wurde er mit dem renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet.

Politik aus erster Hand

Schnell zeigte sich, was den besonderen Wert dieser Begegnung ausmachte: Theveßen beließ es nicht bei einer abstrakten Analyse amerikanischer Politik. Anschaulich, kenntnisreich und mit zahlreichen persönlichen Erfahrungen aus seiner Arbeit in Washington vermittelte er den Schülerinnen und Schülern einen unmittelbaren Eindruck davon, wie tiefgreifend sich die Vereinigten Staaten politisch und gesellschaftlich verändern.
Dabei spannte er den Bogen von den innenpolitischen Auseinandersetzungen und der zunehmenden Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft über die Rolle von Medien und sozialen Netzwerken bis hin zu den großen außen- und sicherheitspolitischen Fragen unserer Zeit. Immer wieder wurde deutlich: Was in Washington geschieht, bleibt nicht in Washington. Entscheidungen der USA haben unmittelbare Auswirkungen auf Europa, die NATO, internationale Konflikte, Wirtschaft und Handel und letztlich auch auf Deutschland.
Gerade darin lag die besondere Qualität des Besuchs. Politische Entwicklungen, die Schülerinnen und Schüler ansonsten aus Unterricht, Nachrichten oder sozialen Medien kennen, wurden durch einen Journalisten eingeordnet, der sie seit Jahren unmittelbar vor Ort verfolgt.

Fragen ausdrücklich erwünscht

Besonders viel Raum nahm anschließend der direkte Austausch mit den Jugendlichen ein. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen, nachzuhaken und mit Theveßen ins Gespräch zu kommen.
Dabei zeigte sich Theveßen als ausgesprochen offener, nahbarer und zugewandter Gesprächspartner. Auch komplexe Zusammenhänge erläuterte er verständlich, differenziert und ohne einfachen Antworten auszuweichen. Gerade diese Verbindung aus großer journalistischer Erfahrung, fundierter Sachkenntnis und der Bereitschaft, sich unmittelbar auf die Fragen junger Menschen einzulassen, machte die Begegnung zu einem besonderen Erlebnis.

Für die Fachschaft Sozialkunde war die Veranstaltung damit zugleich gelebte politische Bildung: Demokratie erschöpft sich nicht im Wissen über Institutionen und politische Prozesse. Sie lebt davon, Informationen kritisch zu prüfen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Schule

Dass eine Veranstaltung mit der gesamten Oberstufe in diesem Rahmen stattfinden konnte, war nur durch die Unterstützung vieler Beteiligter möglich.
Ein besonderer Dank gilt Luca Genssmann und Jakob Simon, die sich zuverlässig um die technische Betreuung kümmerten, sowie dem Hausmeisterteam, das bei Vorbereitung, Aufbau und Durchführung tatkräftig unterstützte.
Ebenso dankt die Fachschaft Sozialkunde dem Kollegium, das die Veranstaltung mitgetragen und die Teilnahme der gesamten Oberstufe ermöglicht hat, sowie allen Schülerinnen und Schülern für ihre Aufmerksamkeit, ihr Interesse und ihre engagierten Beiträge zur Diskussion.
Der Dank gilt darüber hinaus dem Förderverein des Gymnasiums auf dem Asterstein, der die Übernahme der Reisekosten ermöglicht und damit die Veranstaltung unterstützt hat.

Vor allem aber gilt ein herzlicher Dank Elmar Theveßen selbst: dafür, dass er sich trotz seines anspruchsvollen journalistischen Alltags die Zeit genommen hat, nach Koblenz zu kommen, für seine Offenheit gegenüber den Schülerinnen und Schülern und für einen ebenso informativen wie anregenden Einblick in die amerikanische Politik und Gesellschaft.

Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Mehrwert solche Begegnungen für Schule haben können: Politik wurde unmittelbar erfahrbar, Journalismus greifbar und aus Unterricht wurde für einen Vormittag ein persönlicher Austausch mit einem der profiliertesten deutschen Auslandskorrespondenten.

Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem Asterstein dürfte diese besondere Begegnung noch lange in Erinnerung bleiben.

Niko Neuser
für die Fachschaft Sozialkunde
Gymnasium auf dem Asterstein

 

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