ERASMUS+ — Rückbesuch aus Chania

Vom 01.-08.02.2026 fand der Rückbesuch unserer griechischen Austauschschule, der First Experimental High School of Chania (Kreta), über das Erasmus+ Austauschprogramm der Europäischen Union statt. Die Schülerinnen und Schüler aus Chania kamen sonntags morgens am Frankfurter Flughafen an und reisten anschließend mit der Deutschen Bahn weiter nach Koblenz, wo sie von ihren Gastfamilien herzlich empfangen wurden und den Abend in den Familien verbrachten.

Zu Beginn des offiziellen Programms am Montag fand ein Empfang in der Schule mit gemeinsamem Frühstück statt. Nachdem die griechischen Schülerinnen und Schüler deutsche Frühstücksklassiker, wie beispielsweise Weißwurst und Brezeln mit süßem Senf kennengelernt hatten, spazierten die Gäste mit ihren Hosts Richtung Koblenz-Stadt und nahmen im Sinne der Demokratiebildung, welche eines unserer Hauptziele in dieser ErasmusPlus-Mobilität darstellte, an einem Stolperstein-Rundgang teil, um sich mit der lokalen Geschichte und Erinnerungskultur auseinanderzusetzen. Vom Koblenzer Schloss ging es durch die Rheinanlagen über das deutsche Eck und weiter in die Altstadt – so konnten die griechischen Gäste direkt zu Beginn schon möglichst viele Eindrücke gewinnen.

Am Abend wurde ein gemeinsames Kochen in der Schulküche der RealschulePlus organisiert, die wir netterweise für unser Projekt nutzen durften und somit den interkulturellen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern weiterhin fördern konnten. Es wurden verschiedene deutsche Gerichte, zum Beispiel Curry-Wurst, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Pfannkuchen gemeinsam in Gruppen zubereitet und die Schülerinnen und Schüler konnten dabei ihre Koch-Skills unter Beweis stellen oder auch ausbauen.

Im weiteren Verlauf der Woche nahmen die Schülerinnen und Schüler zwei volle Tage am Unterricht teil, um genauere Einblicke in das deutsche Bildungssystem zu erlangen. In Griechenland gemeinsam erstellte Projekte wurden nach dem Schultag vorgestellt und besprochen, so auch eine Präsentation zum Projekt „Silent Books“ (Thema: Cybermobbing and Bullying), welches zusätzliche Gelegenheiten zum fachlichen und kulturellen Austausch darstellte.

Am Mittwoch wurde ein Projekttag zum Thema Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit der in Koblenz beheimateten Umweltschultzorganisiation Project Wings durchgeführt, bei dem die Teilnehmenden zusammen an nachhaltigkeitsbezogenen Inhalten arbeiteten und selbstständig Duschgel herstellten. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler viel mit dem Thema Umwelt beschäftigt hatten, blieb nun noch Zeit, die deutsche Fußballkultur während des HaMa-Turniers am GadA kennenzulernen. Zum Abschluss des Tages war ein gemeinsamer Bowling-Abend im PinUp Koblenz vorgesehen.


Am Donnerstag reiste die Gruppe via DB ganztägig nach Köln, wo die Schülerinnen und Schüler viele kulturelle Einblicke in einer der bekanntesten Städte Deutschlands erhielten. Dort besuchten die Teilnehmenden zunächst den Kölner Dom als UNESCO Weltkulturerbe sowie das Schokoladenmuseum. Neben neuen Hintergründen über nachhaltigen Kakaoanbau und die Geschichte des Kakaoimports, hatten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss noch etwas Freizeit für Shopping und Erkundung der Altstadt.


Zum Abschluss des Austauschs fand eine offizielle Abschiedsveranstaltung auf den Maximilians Brauwiesen in Lahnstein statt, an der ebenso Eltern und Geschwister als auch interessierte Kolleginnen und Kollegen teilnahmen. Diese bot die Möglichkeit, die gemeinsamen Erfahrungen zu reflektieren und die interkulturellen Begegnungen der Woche gebührend abzurunden. Neben traditionellem deutschen Essen gab es für alle Schülerinnen und Schüler und begleitenden Lehrerinnen und Lehrern eine Teilnahmeurkunde, eine Tasche mit dem von den Schülerinnen und Schülern selbst kreierten ErasmusPlus-Symbol für diese Mobilität und unter anderem typisch deutsche Süßigkeiten zur Erinnerung an eine ereignisreiche und schöne Woche.


Der letzte Tag stand zur freien Verfügung und wurde zum Besuch der Festung Ehrenbreitstein, Karnevalsveranstaltungen oder, nach Asterstein’scher Manier, im Sinne des Sports im Trampolinpark Salto verbracht.


Insgesamt zeichnete sich der Austausch durch eine gelungene Verbindung aus Unterricht, Projektarbeit, kulturellen Aktivitäten und gemeinschaftlichen Erlebnissen aus und trug wesentlich zur Förderung der interkulturellen Kompetenz aller Beteiligten bei. Nicht nur dadurch, sondern auch durch die Vorbereitung in der Erasmus-AG innerhalb von drei Halbjahren, wurden die mit der Stadt Koblenz vereinbarten Ziele (Fremdsprachenförderung, Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Kulturerbe) erfüllt.


Wir freuen uns schon jetzt auf zukünftige ErasmusPlus-Austauschprojekte und bedanken uns bei allen an der Mobilität Beteiligten für die große Unterstützung und den reibungslosen und gewinnbringenden Ablauf unseres Austauschprogramms.


Anne-Catherine Höher

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