Auf den Spuren der Kirche

Als evangelischer Reli-Kurs haben wir uns in der Jahrgangsstufe 13 unter der Leitung von Frau Steinke mit dem Thema „Kirche“ beschäftigt. Um die Unterrichtsreihe abzuschließen, erarbeiteten wir drei verschiedene Forschungsaufträge. Variante A lief ganz unter dem Motto „Kirche in meinem Stadtteil oder auf meinen Schulweg“. Anlässlich der Variante B wurden Interviews mit Mitarbeiter*innen von kirchlichen Einrichtungen geführt. Zuletzt stand eine Internetrecherche von sechs Kirchen für Variante C auf dem Programm. Websites evangelischer, katholischer Kirchen und von Freikirchen wurden genauestens unter die Lupe genommen.

In unterschiedlichen Gruppenzusammensetzungen oder in Einzelforschungen wurden vielfältige Erkenntnisse gewonnen.

 

Variante A: Kirche in meinem Stadtteil oder auf meinen Schulweg (Elisa und Helene sowie Annika, Lisa und Isi)

Im Rahmen unseres Forschungsauftrags haben wir einen Rundgang durch unsere Stadtteile unternommen. Dabei suchten wir nach Orten und Fundstücken mit kirchlicher oder religiöser Bedeutung, wie zum Beispiel Kirchen, Kreuzen und anderen religiösen Zeichen, aber auch nach Organisationen und Vereinen.

Der Rundgang war für uns sehr interessant, da uns bewusstwurde, wie viele religiöse Spuren sich im Alltag und in unserer direkten Umgebung finden lassen.

Besonders aufgefallen ist uns die Vielfalt kirchlicher Gebäude sowie die große Anzahl ehrenamtlicher Aktionen. Zuvor war uns nicht bewusst, wie vielfältig das Angebot der Kinder- und Jugendarbeit ist und wie viele Initiativen es gibt, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft fördern.

Durch diese Erfahrung haben wir unseren Stadtteil mit anderen Augen gesehen und viele neue Aspekte entdeckt, die uns zuvor nicht aufgefallen waren.

 

Variante B: Interviews (Paula)

In meinem Forschungsauftrage durfte ich mit zwei Mitarbeiter*innen der Caritas in Kontakt treten.

Nach den spannenden Gesprächen war ich positiv von der Vielfalt an Arbeitsstellen und ehrenamtlichen Tätigkeiten des Caritasverbandes überrascht. Ich habe mitgenommen, dass bei der Kirche angestellt zu sein, zwar durchaus bedeutet einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, dennoch nicht unbedingt einen christlichen Fokus oder persönlichen Glauben voraussetzt. Die Interviewten sehen in ihrer Arbeit vielmehr die Begegnung mit Menschen und ihre Unterstützung.

So kann ich mit guten Gewissen Menschen, die sich weniger mit der Kirche identifizieren, dazu ermutigen, bei der Suche nach Unterstützung auch kirchliche Institutionen in Betracht zu ziehen.

 

Variante B: Interviews (Catarina, Julia und Sarah)

Bei unserem Forschungsauftrag haben wir uns mit Personen und Berufen mehrerer kirchlichen Einrichtungen beschäftigt und sind dabei zu interessanten Ergebnissen und neuen Erkenntnissen gekommen.

Bei unseren Gesprächen mit den Seelsorgern in unterschiedlichen Bereichen haben wir gelernt, dass die Unterstützung kirchlicher Mitarbeiter*innen Menschen in schweren Situationen Hoffnung und Zuversicht schenken können. Uns wurde klar, dass diese Berufe ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind und Betroffenen Mut schenken, wenn sie nicht weiterwissen.

Dadurch haben wir die Kirche von einer neuen Seite kennengelernt und auch wenn die Kirche als Institution teilweise an Attraktivität und Mitgliederzahl verliert, leistet sie dennoch einen bedeutenden Beitrag für alle.

 

Variante C: Internetrecherche (Hendrik sowie Luca)

Unsere Recherche und Auseinandersetzung mit der Online-Präsenz unterschiedlicher Kirchen hat gezeigt, dass Kirchen die Aufgaben Lehren, Feiern und Dienen sehr unterschiedlich erfüllen: Großkirchen sind professionell, aber oft distanziert, kleinere Gemeinden oft persönlicher und Freikirchen gemeinschaftlich.

Außerdem wurde deutlich, dass Freikirchen sich über Spenden finanzieren und teils wachsen, während alle Kirchen vor Mitgliederschwund und Vertrauensverlust stehen. Doch sehen wir gerade als junge Generation das Potenzial für Kirchen sich online zu präsentieren.

 

Variante A und C kombiniert (Philipp)

Es ist immer interessant zu schauen, was die Kirchen überhaupt anbieten. Sei es vor Ort, auf einer Homepage oder in Flyern und Gemeindeblättern. Die Kirche bietet für viele Altersgruppen Verschiedenes an z.B. Seniorencafé, Kindergottesdienste oder Gemeindefeiern.

 

Nach vielen Jahren Religionsunterricht bildete dieses Projekt einen gelungenen Abschluss und stellte eine praktische Zusammenfassung dessen dar, was wir zuvor theoretisch im Unterricht erarbeitet hatten.

Ein besonderer Dank gilt außerdem allen, die sich beispielsweise für Interviews im Rahmen unseres Forschungsprojekts zur Verfügung gestellt haben.

Abschließend konnten wir feststellen, dass die Spuren der Kirche überall zu finden sind – selbst wenn man sie nicht immer bewusst wahrnimmt, sind sie dennoch präsent.

Text verfasst vom Kurs 13_RelEV_GK_Sk

 

Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich als begleitende Lehrkraft ergänzen und hervorheben, mit welchem Einsatz und welcher Begeisterung der Kurs an diesem Forschungsprojekt gearbeitet hat. Die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik sowie das außergewöhnliche Engagement machen diese Arbeit besonders bemerkenswert – darauf können die Schülerinnen und Schüler mit Recht stolz sein. Als Lehrkraft bin ich es auf jeden Fall. (Sk)

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