Eine fantastische Woche in Paris

Der diesjährige Schüleraustausch der Jahrgangsstufe 8 und einer Schülerin aus Klasse 9 mit den beiden Collèges Guy Flavien und Jules Verne in Paris war zum zweiten Mal ein voller Erfolg.

Bevor wir nach Frankreich reisten, kamen die französischen Schüler erst einmal zu uns. Mit ihnen haben wir spannende und schöne Aktivitäten unternommen, wie zum Beispiel einen gemeinsamen Besuch im Kletterwald Sayn oder das gemeinsame Abschlussgrillen in der Eselsbachhütte Niederberg. Sogar beim diesjährigen Sportfest machten unsere Austauschpartner mit und erhielten sogar einige Urkunden. Auch die Tage, die wir mit unseren Austauschpartnern allein verbrachten, haben diese Woche ganz besonders gemacht.

Dann war es endlich soweit und wir fuhren alle aufgeregt und gespannt, was uns erwarten würde, zum Koblenzer Hauptbahnhof. Von dort aus ging es zuerst mit der Regionalbahn nach Saarbrücken, von dort mit dem ICE weiter bis Paris. Am Gare de l’Est in Paris angekommen, schauten wir uns bei bestem Wetter etwas die Stadt an und lernten viel Interessantes über sie. Nachdem wir alle schon den ersten Eindruck von Paris hatten, gingen wir in unsere Gastfamilien, die schon an den Schulen auf uns warteten.

Am nächsten Morgen machten wir eine Bootstour auf der Seine, vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten bis zum Eiffelturm. Nach einem kurzen Aufenthalt dort, bei dem die meisten tolle Fotos schossen oder kleine Souvenirs von einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Paris kauften, ging es mit der Metro in die Schule zum Mittagessen. Danach besuchten wir den wunderschönen Hügel Montmartre mit der Kirche Sacré-Cœur, bei der wir den atemberaubenden Ausblick genossen und uns allesamt einig waren, dass der Aufstieg sich definitiv gelohnt hat!

Am Mittwoch stand ein gemeinsamer Schulbesuch mit unseren Austauschpartnern an. Die Unterschiede zu unserer Schule fielen uns direkt auf. So bemerkten wir beispielsweise, dass die Handyregeln in Frankreich enorm streng waren, oder es in den Pausen, die nicht die Mittagspause war, extrem unüblich war zu essen. Nach diesem interessanten Schultag verbrachten wir alle den Nachmittag mit unseren Gastfamilien.

Am Donnerstag war dann ein Besuch zum Louvre geplant, den wir zu Fuß erreichten. Dabei machten wir vorher noch einen Abstecher in die Kathedrale Notre-Dame. Wenig später sollten wir unseren vorreservierten Termin im Louvre wahrnehmen, da dort aber an diesem Morgen ein Streik stattfand, blieben die Türen der größten Gemäldegalerie der Welt erst einmal verschlossen. Wir unternahmen zum Zeitvertreib einen Spaziergang zur alten Oper, die sich unweit des Louvre befindet. Nach diesem Spaziergang nahm der Streik ein schnelles Ende und wir konnten endlich eintreten und waren alle begeistert von den detaillierten Statuen und Bildern. Natürlich war aber die Mona Lisa die Hauptattraktion. Nach einem weiteren Mittagessen in der Schule machten wir eine Rallye im Musée d’Art Moderne und fuhren anschließend, nach einem kurzen Besuch auf der Champs Elysée mit dem Arc de Triomphe, zurück ins Collège Guy Flavien, da dort von unseren Austauschpartnern ein kleines Abschlusstreffen veranstaltet wurde. Hier wurde uns die bevorstehende Rückfahrt am nächsten Tag erst richtig bewusst.

Am Freitag, unserem Abreisetag, fuhren wir morgens zum Bahnhof, wo wir nach kleinen Souvenirs oder französischem Gebäck geschaut haben. Nach einer Zugfahrt mit kleinen Zwischenfällen sind wir dann mit französischen Spezialitäten, einem vollen Erlebnisspeicher und tollen neuen Eindrücken in Koblenz eingetroffen, wo wir schließlich alle abgeholt wurden.

Der Austausch war ein wunderschönes Erlebnis und eine tolle Erfahrung für uns alle. Wir haben nicht nur die Stadt erkundet, sondern auch typisch französische Mahlzeiten gegessen und lokale Traditionen kennengelernt. Sowohl die Metrofahrten aber auch Momente, in denen wir dachten, wir hätten ein paar Schüler verloren, und sich am Ende herausstellte, dass sie lediglich bei der anderen Gruppe mitgegangen waren, haben diesen Austausch zu einem unfassbar schönen und unvergesslichen Erlebnis gemacht, wo viel gelacht, diskutiert und voneinander gelernt wurde. Wir haben unsere Sprachkenntnisse verbessert und neue Freundschaften geschlossen. Die lustigen Abende mit unseren Austauschpartnern, an denen wir unsere Erlebnisse diskutierten, bleiben unvergessen. Der Abschied fiel uns allen schwer und wir würden jederzeit wieder am Austausch teilnehmen.

Vielen Dank an Frau Gerstenberg für die tolle Organisation und an Herrn Riebel für seinen Einsatz!

Charlotte, Lola, Luisa, Annabelle, Josefina, Maya (und alle, die dabei waren!)

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