Lernen, Leben, Wachsen: Aufenthalt an der Deutschen SchülerAkademie
Ein Erfahrungsbericht von Hevin Sheikh Hassan und David Schwabke
Die Deutsche SchülerAkademie bietet besonders leistungsstarken und engagierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in den Ferien an einem Bildungsprogramm teilzunehmen, das über die in der Schule vermittelten Inhalte hinausgeht. Gemeinsam mit vielen anderen Jugendlichen können neben den zentralen Kursen auch persönliche Interessen ausgetauscht und vertieft werden. Die Akademie gibt jungen Erwachsenen die Chance, ihre eigenen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und tiefer als je zuvor in bestimmte Themengebiete einzutauchen.
Wir, Hevin Sheikh Hassan (Jgst. 13) und David Schwabke (Jgst. 12), haben in den Sommerferien an Kursen an verschiedenen Standorten teilgenommen.
Ich, David Schwabke, durfte in den ersten beiden Ferienwochen die Schülerakademie in Roßleben besuchen. Dort habe ich in meinem Kurs „Wissensdinge? – Ein Schlüssel zur Welt (der Wissenschaft)“ die Grundessenz des Wissens näher kennengelernt. Gemeinsam mit den anderen Kursteilnehmern beschäftigten wir uns mit Themen wie altdeutscher Schrift, der Informationsüberlieferung durch Lyrik, der Veranschaulichung von Informationen in Form der Selbstdarstellung sowie dem wissenschaftlichen Arbeiten und dem Erstellen von Texten. Diese Fähigkeiten werden mir sicher auf meinem weiteren Weg an der Universität hilfreich sein.
Die Zeit an der Akademie abseits des Kurses lässt sich am besten mit dem Wort „frei“ beschreiben. Damit meine ich allerdings nicht Freizeit – diese war eher knapp bemessen –, sondern vielmehr die Freiheit, dass jeder Teilnehmende eigene Ideen in vielfältigen kursübergreifenden Angeboten einbringen konnte. Von komplexen Deduktionsspielen, die sich vom Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden erstreckten, über kreatives Schreiben bis hin zu Kuchenbacken oder gemeinschaftlichem Döneressen war alles dabei.
Ich, Hevin Sheikh Hassan, hatte die Ehre an dem bilingualen Kurs „Terror vor Gericht“ in Papenburg teilzunehmen. Dabei beschäftigten wir uns mit dem Begriff Terrorismus sowie dessen nationaler und internationaler Bekämpfung. Neben dem juristischen Schwerpunkt des Kurses standen Simulationen wie eine Verhandlung vor dem Internationalen Strafgerichtshof auf der Tagesordnung. Außerdem wurden wir besonders intensiv mit wissenschaftlicher Arbeit und anspruchsvollen Projekten herausgefordert. Am Ende der Akademie schrieben wir ein wissenschaftliches Paper über ein von uns ausgewähltes Thema, das mit den anderen Arbeiten zu einem Buch gebündelt wird.
Besonders bereichernd war es, viele neue Menschen kennenzulernen, die gleiche Interessen haben und auf verschiedenste Weise sozial und wissenschaftlich engagiert sind. Es entwickelte sich während der Akademiezeit ziemlich schnell ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das bis heute hält. In der Freizeit stand die selbstständige Organisation der Teilnehmenden an oberster Stelle; so fanden etwa das „Café der Sprachen“, ein Improvisationstheater und vieles mehr statt.
Dieses Erlebnis veränderte meine Perspektive auf die Welt, forderte mich heraus, meine Komfortzone zu verlassen, und führte zu tiefgreifender persönlicher Erkenntnis. Unvergesslich bleiben auch die vielen schönen Momente: das Lachen in den Kurseinheiten, gemeinsames Singen am Lagerfeuer und Tanzen am Konzertabend. In Gesprächen, Workshops und gemeinsamen Aktivitäten entstand eine Atmosphäre, die nicht nur Wissen vermittelte, sondern uns auch innerlich gestärkt und motiviert hat.
Aus der Teilnahme an der Deutschen SchülerAkademie haben wir, Hevin und David, einen Mehrwert sowohl auf fachlicher als auch auf zwischenmenschlicher Ebene ziehen können. Daher können wir jeder Schülerin und jedem Schüler eine Teilnahme an der deutschen SchülerAkademie wärmstens empfehlen.
Zuletzt möchten wir uns herzlich bei Frau Dr. Fielenbach und Herrn Dötsch für die Empfehlungsschreiben und die Anmeldung bedanken.

